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Salome

VenueStaatsoper Unter den Linden
CalendarSo. 10 Jan. 2027 - Fr. 29 Jan. 2027
Inhalt / Details

 

Salome

Drama in einem Aufzug (1905)

Musik von Richard Strauss
Text nach dem Drama „Salomé“ von Oscar Wilde in der Übersetzung von Hedwig Lachmann

 

Dauer: ca. 1:40 h, keine Pause

Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

 

In einem Umfeld aufgewachsen, das keinerlei Mäßigung und Hemmungen kennt, ist die exzentrische Prinzessin Salome fasziniert von der Andersartigkeit des asketisch lebenden Propheten Jochanaan, den ihre Mutter Herodias und ihr übergriffiger Stiefvater Herodes gefangen halten. Als Jochanaan Salomes Annäherungsversuche brüsk zurückweist, entwickelt sie eine regelrechte Obsession und nutzt die Lüsternheit ihres Stiefvaters, um ihren Willen durchzusetzen.

Da Herodes versprochen hat, Salome für den erotischen „Tanz der sieben Schleier“ jeden Wunsch zu erfüllen, verlangt sie nun als Gegenleistung Jochanaans Kopf auf einem Silbertablett. In rasendem Wahn küsst sie dessen leblose Lippen und erfüllt sich so ihr sinnliches Begehren – bis Herodes den Befehl gibt, Salome zu töten. Zwischen feinnervigem Psychogramm und der Darstellung rauschhafter, zügelloser Wollust changierend, gelang Richard Strauss mit seiner Adaption von Oscar Wildes skandalös-schockierendem Décadence-Drama 1905 sein erster, überwältigender Erfolg als Opernkomponist. In aufreizend ekstatischen Klangvisionen gießt er die hitzig aufgeladenen Gefühlswogen und tiefen seelischen Abgründe seiner exzentrischen Titelheldin in eine irisierende, teils auch schroffe Musik, die mit drastischer Klangmacht des gewaltigen Orchesterapparats nicht nur den seelischen Verfall und die Verführungskraft Salomes, sondern auch ihre sonstige Gefühlskälte und Jochanaans pathetische Anklagen auf aufregende wie verstörende Art und Weise einzufangen weiß.

 

 

Handlung

 

Erste Szene

Der Prophet Jochanaan hängt gefangen über der Szenerie. Der Hauptmann Narraboth ist verliebt in Salome, die Tochter der Königin Herodias und Nichte des Königs Herodes. Im Bild des Mondes besingt er ihre Schönheit. Der Page der Herodias versucht, ihn von Salome fern zu halten. Jochanaan stößt Prophezeiungen aus. Die Soldaten sind verunsichert, sie verstehen ihn nicht.

 

Zweite Szene

Salome flieht vor den Zudringlichkeiten des Königs. Sie ist fasziniert von Jochanaan, der zu Boden gelassen wird. Salome will mit ihm sprechen und verlangt, entgegen dem Verbot des Herodes, dass er gebracht wird. Die Soldaten verweigern sich. Narraboth ist nicht in der Lage, den Versprechungen Salomes zu widerstehen und gibt Befehl, Jochanaan zu holen.

 

Dritte Szene

Oscar Wilde betritt die Szene. Er befreit den Propheten. Jochanaan kommt hervor und beschwört seine Weltsicht. Er bezichtigt Herodes und Herodias der Sünde und der Verbrechen. Salome versucht fasziniert, sich ihm zu nähern. Narraboth will Salome zurückhalten. Salome steigert sich über den Leib, das Haar und den Mund des Jochanaan in einen Liebesrausch, Jochanaan wehrt ihr Begehren ab. Die Situation eskaliert. Begleitet von Wilde entwickelt sich ein Kampf aus Begierde, Gegenwehr, Anziehung, radikaler Suche nach Wahrheit, und Ekstase. Narraboth ersticht sich. Mit letzter Kraft verflucht Jochanaan Salome und zieht sich zurück. Salome flieht.

 

Vierte Szene

Herodes und seine Frau Herodias stürmen herein. Beide suchen Salome, die sich stumm auf ihren Stuhl setzt. Herodes ist von Todesfurcht erfüllt. Er wehrt sich verzweifelt und macht sich an Salome heran, um sich in ihrer Jugend seiner Potenz zu vergewissern. Herodias ist angewidert, Salome verweigert sich kalt. Die Szene wird immer wieder unterbrochen durch Jochanaans Prophezeiungen, gegen die Herodias sich heftig zur Wehr setzt.

Eine Gruppe von fünf Juden eröffnet einen theologischen Disput über den Gottesbegriff und das mögliche Erscheinen des Messias. Zwei Nazarener schildern das Wirken Jesu. Herodes will von alldem nichts wissen und verlangt von Salome, für ihn zu tanzen. Salome willigt schließlich ein, als Gegenleistung muss Herodes unter Eid schwören, ihr einen Wunsch zu erfüllen, was immer es sei. Salome tanzt gemeinsam mit Wilde ihren Tanz für Herodes.

 

Herodes ist verzückt und begierig, Salomes Wunsch zu erfüllen. Salome fordert den Kopf des Jochanaan. Herodias bestärkt sie darin. Panisch vor Angst versucht Herodes, mit zahllosen Angeboten und Reichtümern Salome von ihrer Forderung abzubringen. Salome lässt sich durch nichts beirren. Schließlich willigt Herodes ein. Jochanaan wird fort gebracht. Horchend und mit Schaudern erwartet Salome seinen Kopf. Jochanaan wird getötet.

Salome besingt exemplarisch ihr scheinbar befriedigtes Verlangen und ihre Sehnsucht. Herodes ist entsetzt, während Herodias das Geschehen akzeptiert. Wilde zieht sich zurück. Salome küsst den abgeschlagenen Kopf des Jochanaan. Dies ist zugleich auch ihr Ende. Herodes befiehlt, Salome zu töten. Die Soldaten ermorden Salome.

Besetzung

Musikalische Leitung: Axel Kober

Inszenierung: Hans Neuenfels

Bühne, Kostüme: Reinhard von der Thannen

Choreographie: Sommer Ulrickson

Licht: Stefan Bolliger

 

Salome: Elena Stikhina

Herodes: Stephan Rügamer

Jochanaan: Wolfgang Koch

Herodias: Anja Kampe

Narraboth: Johan Krogius

Page der Herodias: Rebecka Wallroth

Juden: Álvaro Diana, Junho Hwang, Karl-Michael Ebner, Andrés Moreno García, Temur Bidzishvili

Nazarener: Friedrich Hamel, Irakli Pkhaladze

Soldaten: David Oštrek, Martin Iivarinen

Ein Cappadocier: Temur Bidzishvili

Ein Sklave: Jingjing Xu

Oscar Wilde: Christian Natter

 

Staatskapelle Berlin

Veranstaltungsort
Staatsoper Unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden ist eines der angesehensten Opernhäuser Berlins mit einer reichen Geschichte und bedeutendem kulturellen Einfluss.

 

Geschichte:
Die Staatsoper Unter den Linden wurde ursprünglich zwischen 1741 und 1743 unter der Leitung des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaut. Sie wurde von Friedrich II. von Preußen in Auftrag gegeben und hieß zunächst Königliche Oper. Das Opernhaus hat mehrere Renovierungen und Neubauten erfahren, insbesondere nach den Schäden im Zweiten Weltkrieg. Es wurde 1984 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet.

 

Bau:
Das ursprüngliche Design zeichnete sich durch seinen barocken Stil aus, mit einer eleganten Fassade und einem prächtigen Eingang. Das Gebäude wurde in den 1950er und 1980er Jahren rekonsturiert und bewahrte dabei seine klassische Außenansicht, während das Innere modernisiert wurde. Die Fassade verfügt über ein klassisches Portikus mit sechs korinthischen Säulen und ein markantes zentrales Giebel.

 

Innenraum:
Das Innere ist bekannt für seine opulente und klassische Gestaltung. Das Auditorium ist berühmt für seine Akustik und Pracht, mit luxuriösen Samtsitzen und aufwendigen Dekorationen. Die Bühne und die Sitzbereiche wurden aktualisiert, um modernen Aufführungsstandards zu entsprechen, während die historischen Ästhetik erhalten blieb.

 

Konzerte und Aufführungen:
Die Staatsoper Unter den Linden bietet eine Vielzahl von Aufführungen, darunter Opern, Orchestermusik und Ballett. Sie ist die Heimat der Staatskapelle Berlin, eines der führenden Orchester Deutschlands. Das Opernhaus ist bekannt für seine hochwertigen Produktionen und seine Rolle in Berlins lebendiger Kulturszene.

 

JOURNEY
Die Staatsoper Unter den Linden ist aufgrund ihrer hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr vollständig barrierefrei erreichbar.

ADRESSE: Unter den Linden 7; 10117 Berlin

S-BAHN
S+U Friedrichstraße (S1, S2, S5, S7, S25, S75)

 

U-BAHN
Hausvogteiplatz (U2)
Museumsinsel (U5)
Stadtmitte (U2, U6)
Unter den Linden (U5, U6)

 

BUS
Staatsoper (100, 245, 300)
Unter den Linden/Friedrichstraße (100, 147, 245, 300, N6)

 

PARKEN
Q-PARK Parkhaus Unter den Linden/Staatsoper
Bebelplatz, 10117 Berlin
Im Parkhaus stehen fünf Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das unterirdische Parkhaus am Bebelplatz bietet Behindertenparkplätze und direkten Zugang zum Opernhaus. Bei der Einfahrt in das Parkhaus zwischen 17:30 Uhr und 23:30 Uhr beträgt die maximale Parkgebühr 7 €. Um diesen Tarif zu nutzen, geben Sie Ihr Parkticket an einem der Kassenautomaten ein und die Nachricht „Theatertarif“ wird auf dem Display angezeigt. Bitte beachten Sie, dass der Tarif nicht verfügbar ist, wenn Sie das Parkhaus vor 17:30 Uhr betreten, und daher nicht auf dem Display angezeigt wird. TIPP: Wenn Sie den Theatertarif vor der Veranstaltung am Automaten bezahlen, können Sie unnötiges Warten nach der Vorstellung vermeiden.

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