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Rigoletto

VenueStaatsoper Unter den Linden
CalendarSa. 05 Sept. 2026 - So. 02 Mai 2027
Inhalt / Details

 

Rigoletto

Melodramma in drei Akten (1851)

Musik von Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave nach Victor Hugo

 

Dauer: ca. 2:40 h inklusive einer Pause nach dem ersten Akt

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

 

Als Victor Hugo 1832 in Paris sein Stück Le roi s’amuse zum ersten und vorerst letzten Mal auf die Bühne brachte, endete die Aufführung mit dem sofortigen Verbot des Stücks. Als sich Giuseppe Verdi, der Komponist des italienischen Risorgimento, anschickte, das Stück des revolutionär gesinnten französischen Schriftstellers zu vertonen, stieß auch er noch knapp 20 Jahre später auf den Widerstand der Zensurbehörden.

Zwar musste er sein Melodramma von La maledizione (Der Fluch) in Rigoletto umtaufen und den Schauplatz an den Hof eines fiktiven Herzogs von Mantua verlegen, doch ließ er die Handlung und ihre Krassheit unangetastet: Rigoletto stiftet den zügellosen Herzog zu ständigen Ver- und Entführungen schöner Frauen an und hat für deren Familien bloß Spott übrig. Vom verzweifelten Vater einer der Entehrten wird er dafür vor dem gesamten Hof verflucht. Seine Tochter Gilda hält Rigoletto jedoch vor dem schamlosen Treiben verborgen. Trotzdem hat der Herzog bereits ein Auge auf sie geworfen. Als Gilda den Verführungskünsten des Herzogs erliegt, schmiedet Rigoletto einen tödlichen Racheplan, dem am Ende nicht der Herzog, sondern die eigene Tochter zum Opfer fällt. Zur zynischen Chiffre des Scheiterns wird ausgerechnet der allbekannte Tenorschlager „La donna è mobile“. In Verdis erstem Werk der Reifezeit bedingen sich so Triviales wie Groteskes und hohes Pathos gegenseitig. Die Kontraste aus greller Bandamusik und expressivsten Kantilenen formen ein kompromissloses Meisterwerk, das in ungeheurer Knappheit und Schärfe über das Publikum hereinbricht.

 

 

Handlung

 

Erster Akt

Bei einem seiner rauschenden Feste berichtet der Herzog dem Höfling Borsa von einer schönen, bürgerlichen Unbekannten, auf die er ein Auge geworfen hat. Doch zunächst stürzt er sich ins Festgetümmel und auf die ebenfalls begehrte Gräfin Ceprano. Hofnarr Rigoletto zieht den Grafen Ceprano, ihren Ehemann, mitleidslos damit auf. In der Zwischenzeit berichtet Marullo den anderen Höflingen von seiner Entdeckung, dass Rigoletto eine geheime Liebschaft unterhalte. Um sich den Weg zur Gräfin zu bahnen, empfiehlt Rigoletto dem Herzog, Ceprano einfach hinrichten zu lassen – ein zynischer Vorschlag, den der Herzog mit Humor nimmt, für den allerdings Ceprano und die anderen Höflinge Rigoletto bestrafen wollen. Da stürmt Graf Monterone das Fest und verlangt zürnend Gehör. Doch Rigoletto hat auch für ihn, den als Verräter Verurteilten, der erst begnadigt wurde, nachdem seine Tochter dem Herzog sexuelle Gefälligkeiten erwiesen hatte, nur Spott übrig. Monterone verflucht das schändliche Treiben des Herzogs und dessen Hofnarren, ehe er abgeführt wird.
Nachdenklich über die Verfluchung macht sich Rigoletto auf den Heimweg und trifft dabei auf den Berufsmörder Sparafucile, dessen angebotene Dienste er ausschlägt. Stattdessen betritt er sein Haus, wo ihn seine Tochter Gilda erwartet. Sie weiß nichts von der Tätigkeit ihres Vaters, nicht einmal seinen Namen, und darf, von der Hauswartin Giovanna streng bewacht, außer zum Gottesdienst das Haus nicht verlassen. Nach einem Gespräch darüber, dass sie nach dem Tod der Mutter seine ganze Familie sei, verabschiedet sich Rigoletto wieder. Währenddessen hat der Herzog Giovanna bestochen und erlangt so Zutritt zum Haus seiner Begehrten. Gilda bleibt mit Gewissensbissen zurück, hat sie doch ihrem Vater verheimlicht, dass sie in der Kirche einen jungen Mann gesehen hat, in den sie sich verliebt hat. Prompt steht der in Gestalt des Herzogs vor ihr, gibt sich als Student namens Gualtier Maldé aus und erklärt ihr seinerseits seine Liebe. Gilda ist überglücklich. Geräusche von draußen drängen »Gualtier Maldé« zum Abschied. Dort bereiten die Höflinge als Streich die Entführung von Gilda vor, die sie für die Geliebte Rigolettos halten. Als dieser selbst hinzustößt, gaukelt Marullo ihm vor, es sei die Gräfin Ceprano, die man entführen wolle. Rigoletto bietet seine Mithilfe an und bemerkt den Schwindel erst, als es zu spät und Gilda fort ist.

 

Zweiter Akt

Am nächsten Morgen ist der Herzog tief beunruhigt, denn als er in der letzten Nacht noch einmal zu Gilda zurückkehrte, fand er sie nicht mehr vor. Sein Kummer verfliegt, als ihm die Höflinge berichten, dass sie Gilda in den Palast verschleppt haben. Der Herzog eilt zu ihr. Rigoletto vermutet Gilda ebenfalls hier und sucht sie. Den schadenfrohen Höflingen spielt er zunächst Gleichgültigkeit vor. Doch als sie einen Pagen am Zimmer des Herzogs abweisen, wird ihm klar, dass sich Gilda darin befindet. Verzweifelt fleht er um ihre Freilassung. Schließlich kommt Gilda heraus, wirft sich in die Arme des Vaters und gesteht alles. Als Monterone auf dem Weg zum Kerker vorbeigeführt wird, die Wirkungslosigkeit seines Fluches beklagend, fasst Rigoletto den Entschluss, den Herzog für die Schändung seiner Tochter büßen zu lassen.

 

Dritter Akt

Trotz allem liebt Gilda den Herzog noch immer. An der Spelunke, in der Sparafucile haust, will Rigoletto ihr das wahre Gesicht des Geliebten zeigen. Gilda muss mitansehen, wie sich der Herzog mit Sparafuciles Schwester Maddalena vergnügt. Schließlich drängt ihr Vater sie zur Abreise; er will ihr später nachkommen. Rigoletto plant mit Sparafucile die Ermordung des Herzogs: Um Mitternacht will er persönlich die Leiche entgegennehmen und im Fluss versenken. Wegen eines nahenden Unwetters beschließt der Herzog, bei Sparafucile zu übernachten. Gilda kehrt entgegen der Absprache zurück und hört mit an, wie Maddalena ihren Bruder überreden will, das Leben des Herzogs zu verschonen. Sparafucile erklärt sich schließlich bereit, den nächstbesten Fremden anstelle des Herzogs zu töten und Rigoletto in einem Sack zu übergeben – falls denn jemand käme. Gilda beschließt, sich für den Herzog zu opfern. Als Rigoletto wenig später den Leichensack abholt, um seinen Triumph auszukosten, macht ihn der Gesang des Herzogs aus der Ferne stutzig. Im Sack findet er zu seinem Entsetzen die schwer verwundete Gilda, die in seinen Armen stirbt. Rigoletto muss erkennen, dass der Fluch des Monterone nun ihn getroffen hat.

 

In Zusammenarbeit mit der Metropolitan Opera New York

Besetzung

September 2026

Musikalische Leitung: Domingo Hindoyan

Inszenierung: Bartlett Sher

Bühne: Michael Yeargan

Kostüme: Catherine Zuber

Licht: Donald Holder

Einstudierung Chor: Dani Juris

 

Herzog von Mantua: Ben Bliss

Rigoletto: Simon Keenlyside

Gilda: Elena Villalón

Sparafucile: Alexander Tsymbalyuk

Maddalena: Anna Kissjudit

Giovanna: Rebecka Wallroth

Monterone: Hanseong Yun

Marullo: Carles Pachon

Borsa: Álvaro Diana

Graf Ceprano, Ein Gerichtsdiener: Irakli Pkhaladze

Gräfin Ceprano, Ein Page: Etīna Emīlija Saulīte

 

Staatsopernchor, Staatskapelle Berlin

 

 

April & Mai 2027

Musikalische Leitung: Giacomo Sagripanti

Inszenierung: Bartlett Sher

Bühne: Michael Yeargan

Kostüme: Catherine Zuber

Licht: Donald Holder

Einstudierung Chor: Dani Juris

 

Herzog von Mantua: Bekhzod Davronov

Rigoletto: George Petean

Gilda: Marina Monzó

Sparafucile: Taras Shtonda

Maddalena: Anna Kissjudit

Giovanna: Jingjing Xu

Monterone: Hanseong Yun

Marullo: Carles Pachon

Borsa: Álvaro Diana

Graf Ceprano, Ein Gerichtsdiener: Irakli Pkhaladze

Gräfin Ceprano, Ein Page: Etīna Emīlija Saulīte

 

Staatsopernchor, Staatskapelle Berlin

Veranstaltungsort
Staatsoper Unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden ist eines der angesehensten Opernhäuser Berlins mit einer reichen Geschichte und bedeutendem kulturellen Einfluss.

 

Geschichte:
Die Staatsoper Unter den Linden wurde ursprünglich zwischen 1741 und 1743 unter der Leitung des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaut. Sie wurde von Friedrich II. von Preußen in Auftrag gegeben und hieß zunächst Königliche Oper. Das Opernhaus hat mehrere Renovierungen und Neubauten erfahren, insbesondere nach den Schäden im Zweiten Weltkrieg. Es wurde 1984 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet.

 

Bau:
Das ursprüngliche Design zeichnete sich durch seinen barocken Stil aus, mit einer eleganten Fassade und einem prächtigen Eingang. Das Gebäude wurde in den 1950er und 1980er Jahren rekonsturiert und bewahrte dabei seine klassische Außenansicht, während das Innere modernisiert wurde. Die Fassade verfügt über ein klassisches Portikus mit sechs korinthischen Säulen und ein markantes zentrales Giebel.

 

Innenraum:
Das Innere ist bekannt für seine opulente und klassische Gestaltung. Das Auditorium ist berühmt für seine Akustik und Pracht, mit luxuriösen Samtsitzen und aufwendigen Dekorationen. Die Bühne und die Sitzbereiche wurden aktualisiert, um modernen Aufführungsstandards zu entsprechen, während die historischen Ästhetik erhalten blieb.

 

Konzerte und Aufführungen:
Die Staatsoper Unter den Linden bietet eine Vielzahl von Aufführungen, darunter Opern, Orchestermusik und Ballett. Sie ist die Heimat der Staatskapelle Berlin, eines der führenden Orchester Deutschlands. Das Opernhaus ist bekannt für seine hochwertigen Produktionen und seine Rolle in Berlins lebendiger Kulturszene.

 

JOURNEY
Die Staatsoper Unter den Linden ist aufgrund ihrer hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr vollständig barrierefrei erreichbar.

ADRESSE: Unter den Linden 7; 10117 Berlin

S-BAHN
S+U Friedrichstraße (S1, S2, S5, S7, S25, S75)

 

U-BAHN
Hausvogteiplatz (U2)
Museumsinsel (U5)
Stadtmitte (U2, U6)
Unter den Linden (U5, U6)

 

BUS
Staatsoper (100, 245, 300)
Unter den Linden/Friedrichstraße (100, 147, 245, 300, N6)

 

PARKEN
Q-PARK Parkhaus Unter den Linden/Staatsoper
Bebelplatz, 10117 Berlin
Im Parkhaus stehen fünf Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das unterirdische Parkhaus am Bebelplatz bietet Behindertenparkplätze und direkten Zugang zum Opernhaus. Bei der Einfahrt in das Parkhaus zwischen 17:30 Uhr und 23:30 Uhr beträgt die maximale Parkgebühr 7 €. Um diesen Tarif zu nutzen, geben Sie Ihr Parkticket an einem der Kassenautomaten ein und die Nachricht „Theatertarif“ wird auf dem Display angezeigt. Bitte beachten Sie, dass der Tarif nicht verfügbar ist, wenn Sie das Parkhaus vor 17:30 Uhr betreten, und daher nicht auf dem Display angezeigt wird. TIPP: Wenn Sie den Theatertarif vor der Veranstaltung am Automaten bezahlen, können Sie unnötiges Warten nach der Vorstellung vermeiden.

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