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Otello

Venue Deutsche Oper Berlin
CalendarFr. 16 Apr. 2027 - So. 02 Mai 2027
Inhalt / Details

 

Nur wenige Figuren der Weltliteratur verkörpern so viele tragische Gegensätze: Otello ist zugleich Täter und Opfer, Jäger und Beute – der blutrünstige Mörder seiner geliebten Desdemona und zugleich dem dämonischen Einfluss seines geheimen Gegenspielers Jago ausgeliefert. Verdis Opernfassung steigert das grausame Geschehen noch weiter, da der intrigante Bösewicht ungestraft entkommt.

Kornél Mundruczó gibt mit dieser neuen Otello-Inszenierung sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin. Seine steile Karriere im Film brachte ihm Auszeichnungen bei den Filmfestspielen von Cannes und Venedig sowie Erfolge auf Netflix. Seit Aviel Cahn ihn 2013 mit Herzog Blaubart/Winterreise für das Musiktheater entdeckte, widmet sich der international gefeierte Regisseur zunehmend der Oper. Seine psychedelischen Bildwelten und die außergewöhnliche Integration von Film verleihen dem Genre neue Impulse und eignen sich ideal, um uns näher an die wahnhafte Innenwelt der Figur Otello zu bringen: Mundruczó führt direkt in den psychologischen Abgrund des Protagonisten.

Als Verdi mit seiner zweiten Shakespeare-Vertonung begann, hatte er über zehn Jahre keine größere neue Komposition mehr geschaffen. Die Zusammenarbeit mit Arrigo Boito führte zu einem Werk, das eine besondere Stellung in Verdis Œuvre einnimmt. Das Orchester erhält dabei eine zentrale Rolle für Charakterisierung und atmosphärische Entwicklung und wird zu einer treibenden Kraft des Geschehens.

Am Pult steht Stefano Montanari, Spezialist für frühe italienische Oper; seine Sensibilität für Verdis Spätwerk zeigte er bereits mit einem vielbeachteten Otello an der Staatsoper Stuttgart. Mit der Titelrolle, die alles fordert – von heroischer Strahlkraft über lyrische Zartheit bis hin zu gewaltsamen Ausbrüchen jenseits reiner Klangschönheit – sprengt Verdi die Grenzen traditioneller Stimmbilder. Najmiddin Mavlyanov, weltweit gefragt für dramatische Tenorrollen des italienischen und russischen Repertoires, verkörpert diese Vielschichtigkeit. An seiner Seite gibt Ruzan Mantashyan ihr Debüt als Desdemona. Luca Micheletti übernimmt erstmals außerhalb Italiens die Rolle des Jago.

 

Handlung

Desdemona, die Tochter des venezianischen Senators Brabantio, liebt den im Dienste Venedigs stehenden erfolgreichen ausländischen General Otello und heiratet ihn heimlich ohne Wissen ihres Vaters. 

Als Brabantio vom eifersüchtigen Roderigo, der sich seinerseits zu Desdemona hingezogen fühlt, aber vom Vater abgewiesen wurde, über diese Ehe unterrichtet wird, bricht er erbost auf, um Otello zu verhaften. Zur gleichen Zeit wird allerdings die Neuigkeit verbreitet, dass die türkische Kriegsflotte Kurs auf das von Venedig besetzte Zypern hält.

 

Otello wird vom Dogen zum Oberbefehlshaber der Verteidigung ernannt und da sich herausstellt, dass Otello ein gern gesehener Gast im Hause Brabantios war, auch seine Ehe mit Desdemona gebilligt – Brabantio muss einlenken. Jago, ein Fähnrich Otellos, der bei einer Beförderung zum Hauptmann zugunsten Cassios übergangen wurde, hasst seinen Herrn, sinnt auf Rache, kann sich jedoch dessen Vertrauen erschleichen.

 

1. & 2. Akt

Während eines Gewittersturmes kehrt Otello als Sieger über die Türken von einer Seeschlacht nach Zypern zurück.

Jago verspricht Roderigo, dass Desdemona einst ihm gehören solle, und hetzt ihn gegen Cassio auf, den er betrunken macht, so dass es zum Streit zwischen Cassio und Roderigo kommt. Ein Tumult entsteht, den Otello schlichtet. Er degradiert Cassio und ordnet Ruhe an. Nur Otello und Desdemona bleiben zurück, berauscht vom gemeinsamen Liebesglück. Dem degradierten Cassio rät Jago, Desdemona um Fürsprache bei Otello zu bitten. 

 

Kaum ist Cassio gegangen, bekräftigt Jago seinen Glauben an die eigene Bösartigkeit, die er zu seinen Gunsten nützen kann, seinen Glauben an die Ausgeliefertheit des Menschen an ein böses Schicksal und seinen Unglauben über ein Weiterleben nach dem Tod. 

Während Cassio vor Desdemona tritt, schürt Jago Otellos Eifersucht, der die beiden bei ihrem Gespräch aus der Ferne beobachtet. Als Desdemona ihren Gatten dann tatsächlich bittet, Cassio zu verzeihen, reagiert Otello entsprechend wütend.

Heimlich entreißt Jago seiner Gattin Emilia – der Kammerfrau Desdemonas – ein Taschentuch ihrer Herrin und redet Otello ein, er habe Cassio im Schlaf Desdemonas Namen aussprechen hören und bei ihm ihr Taschentuch gesehen. Otello schwört Rache.

 

3. & 4. Akt

Jago lässt Otello ein Gespräch zwischen ihm und Cassio belauschen,

Jago lässt Otello ein Gespräch zwischen ihm und Cassio belauschen, von dem Otello nur einige verfänglich scheinende Bruchstücke aufschnappen kann. Dabei hält Cassio das ihm von Jago zugespielte Taschentuch Desdemonas in Händen.

 

Lodovico, ein venezianischer Gesandter, erscheint, um Otello seine Ablösung mitzuteilen. Als der sich gedemütigt fühlende, seiner Sinne kaum noch mächtige Otello wenig später Desdemona zornig zu Boden schleudert, fliehen alle entsetzt aus dem Saal. Jago triumphiert über den ohnmächtig niedersinkenden Otello.

In ihrer Kammer begibt sich Desdemona, von düsteren Ahnungen geplagt, zu Bett. Otello nähert sich der Schlafenden, weckt sie und wirft ihr Untreue vor. Vergebens beteuert sie ihre Unschuld, Otello erwürgt sie. Der Lärm ruft Emilia herbei. Sie klärt den Sachverhalt mit dem Taschentuch auf, worauf Jago die Flucht ergreift. Otello ersticht sich und nimmt mit einem Kuss Abschied von der geliebten Toten.

Einführung: 45 Minuten vor der Aufführung im rechten Rangfoyer

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dauer: 3 Stunden / inklusive Pause nach ca. 75 Minuten

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Besetzung

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Arrigo Boito nach William Shakespeares Tragödie Othello, der Mohr von Venedig
Uraufführung am 5. Februar 1887 in Mailand
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 16. April 2027

 

Team

Dirigent: Stefano Montanari

Regie: Kornél Mundruczó

Bühnenbild: Monika Korpa

Kostümbild: MAREUNROL’S

Lichtdesign: Felice Ross

Chorleitung: Marco Medved

Dramaturgie: Kata Wéber; Konstantin Parnian

 

Besetzung

Otello: Najmiddin Mavlyanov

Iago: Luca Micheletti

Cassio: Andrei Danilov

Rodrigo: Thomas Cilluffo

Lodovico: Mark Kurmanbayev

Montano: Byung Gil Kim

Desdemona: Ruzan Mantashyan

Emilia: Kristina Stanek

Herold: Christopher Humbert Jr.

Chor: Chor der Deutschen Oper Berlin

Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin

Veranstaltungsort
Deutsche Oper Berlin

Die Deutsche Oper Berlin ist ein Opernhaus im Berliner Bezirk Charlottenburg, Deutschland. Das Gebäude ist das zweitgrößte Opernhaus des Landes und auch die Heimat des Berliner Staatsballetts.

 

Die Geschichte des Unternehmens geht zurück auf das Deutsche Opernhaus von der damaligen unabhängigen Stadt Charlottenburg gebaut - der "reichsten Stadt Preußens"- nach Plänen von Heinrich Seeling von 1911 konzipiert. Es wurde am 7. November 1912 mit der Aufführung von Beethovens Fidelio, von Ignatz Waghalter eröffnet. Nach der Eingliederung von Charlottenburg nach dem Groß-Berlin Vertrag aus 1920 wurde der Name des Wohngebäudes in die Städtische Oper im Jahr 1925 geändert. 

 

Deutsches Opernhaus 1912
Mit der Nazi-Machtergreifung im Jahre 1933, war die Oper unter der Kontrolle des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Minister Joseph Goebbels hatte den Namen zurück zu Deutsches Opernhaus geändert,  im Wettbewerb mit der Berliner Staatsoper in Mitte von seinem Rivalen, dem preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring kontrolliert. Im Jahr 1935 wurde das Gebäude von Paul Baumgarten umgebaut, nämlich die Sitzplätze wurden von 2300 auf 2098 reduziert. Carl Ebert, der Geschäftsführer vor dem Zweiten Weltkrieg entschied sich, aus Deutschland auszuwandern. Lieber als die Ansicht der Nazis über die Musik zu unterstützen, und ging auf die Zusammenarbeit mit Glyndebourne Opera Festival in England. Er wurde von Max von Schillings ersetzt, der beipflichtete, die Werke von "un-deutschen Charakter“ zu spielen. Mehrere Künstler, wie der Dirigent Fritz Stiedry oder dem Sänger Alexander Kipnis folgten Ebert in die Emigration. Das Opernhaus wurde von einem RAF-Luftangriff am 23. November 1943 zerstört. Die Aufführungen wurden dann weiter im Admiralspalast bis 1945 fortgesetzt. Ebert kehrte nach dem Krieg wieder als General Manager  zurück.

Nach dem Krieg, das Unternehmen, was jetzt zum West-Berlin gehörte,  benutzte das nahe gelegene Gebäude des Theater des Westens, bis das Opernhaus wieder aufgebaut wurde. Das nüchterne Design von Fritz Bornemann wurde am 24. September 1961 fertig gestellt. Die Eröffnungsproduktion war Mozarts Don Giovanni. Das neue Gebäude eröffnete mit dem aktuellen Namen.

 

Anfahrt / Parken

  Öffentliche Verkehrsmittel

  Am bequemsten erreichen Sie die Deutsche Oper Berlin mit der U-Bahnlinie U2, die Sie aus Richtung Ruhleben oder Pankow   direkt bis zur Station „Deutsche Oper“ bringt. Ebenfalls in nächster Nähe befindet sich die Station „Bismarckstraße“ der Linie   U7 (an dieser Station gibt es Fahrstühle zur Straßenebene) sowie die Haltestellen der Buslinien 101 und 109.

 

Parkhaus

Wenn Sie die Anfahrt im privaten Wagen bevorzugen, steht Ihnen das Parkhaus Deutsche Oper ab zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn bis 2 Uhr zum Operntarif von € 3,– zur Verfügung. Die Einfahrt befindet sich in der Zillestraße 51. Auf einem überdachten Weg gelangen Sie entlang des Restaurants Deutsche Oper direkt zum Haupteingang. Für Abonnenten gelten Sonderkonditionen: Sie erhalten bei Vorlage Ihres Parktickets an der ersten Garderobe rechts gegen Zahlung von nur € 2,50 ein Auslassticket. Eine Stellplatz-Garantie können wir nicht gewährleisten.

Häufig sind die 270 zur Verfügung stehenden Stellplätze schon eine Stunde vor Vorstellungsbeginn belegt. Insofern empfehlen wir frühzeitige Anreise oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
 

 

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