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Nurejew

Venue Deutsche Oper Berlin
CalendarFr. 23 Apr. 2027 - Mo. 17 Mai 2027
Inhalt / Details

 

Das vielfach ausgezeichnete Ballett Nurejew, choreografiert von Yuri Possokhov, komponiert von Ilya Demutsky und inszeniert vom visionären Regisseur Kirill Serebrennikov, hatte im Dezember 2017 am weltberühmten Bolschoi-Theater in Moskau Premiere. Schon vor der Uraufführung sorgte das Werk international für Aufsehen. Nun bringt das Staatsballett Berlin diese außergewöhnliche Produktion erstmals außerhalb Russlands auf die Bühne.

In dieser ambitionierten Produktion verschmelzen Ballett, Oper und Schauspiel, unterstützt von einem großen Ensemble, zu einer kraftvollen Hommage an das Leben und die Karriere von Rudolf Nurejew, einem der größten Tänzer des 20. Jahrhunderts. Seine künstlerische Brillanz und seine Weigerung, sich gesellschaftlichen oder politischen Grenzen zu unterwerfen, machten ihn zu einer Ikone sowohl des Balletts als auch der gesamten Kunstwelt.

Die Handlung entfaltet sich in einer opulent inszenierten Auktion, bei der Nurejews persönliche Gegenstände versteigert werden. Yuri Possokhov und Kirill Serebrennikov verweben klassische und zeitgenössische Ästhetiken in eindrucksvollen Szenen aus Nurejews Leben – von seiner außergewöhnlichen Karriere in der Sowjetunion und seiner dramatischen Flucht in den Westen bis hin zu seinem nachhaltigen Einfluss auf das westliche Ballett. Auch seine Beziehungen und sein offener Umgang mit seiner Homosexualität sind Teil der Erzählung. Possokhovs atemberaubende Choreografie ist eine vielschichtige künstlerische Reflexion über Nurejews Persönlichkeit und sein kreatives Erbe, die sowohl das klassische Ballettrepertoire als auch den Geist seiner Zeit wiederbelebt. Die reiche körperliche Ausdruckssprache der russischen Balletttradition verlangt dem Ensemble außergewöhnliche technische und darstellerische Fähigkeiten ab.

Nach der gefeierten Premiere in Russland wurde das Ballett für seine emotionale Tiefe und visuelle Kraft gelobt und löste intensive Debatten aus. Nach der Verschärfung der LGBTQ-Gesetze im Jahr 2022 wurde Nurejew aus dem Repertoire des Bolschoi gestrichen, da es angeblich gegen das Verbot sogenannter „Propaganda nicht-traditioneller Werte“ verstoße.

Dieses monumentale Tanzereignis markiert nicht nur einen bedeutenden Moment für das Staatsballett Berlin, sondern bietet auch eine seltene Gelegenheit, die außergewöhnliche Geschichte eines Künstlers zu erleben, der die Welt des Balletts grundlegend veränderte und zugleich ein Symbol für künstlerische Freiheit und individuelle Selbstbestimmung wurde.

Geeignet ab 10 Jahren
Sprachen: Englisch und Französisch (gesprochener Text); Russisch und Französisch (Gesang)
Deutsche Übertitel vorhanden

Diese Aufführung enthält plötzliche, helle Kamerablitze.

 

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Dauer: 02 Std. 20 Min. inkl. einer Pause

Besetzung

Yuri Possokhov

Kirill Serebrennikov

Ilya Demutsky

Kirill Serebrennikov

Olga Pavluk

Elena Zaytseva

Ilya Shagalov

Daniil Moskovich

Dana Genshaft, Yannick Sempey

Evgeny Kulagin, Ivan Estegneev

Dominic Limburg

Orchester der Deutschen Oper Berlin, Vocalconsort Berlin

Veranstaltungsort
Deutsche Oper Berlin

Die Deutsche Oper Berlin ist ein Opernhaus im Berliner Bezirk Charlottenburg, Deutschland. Das Gebäude ist das zweitgrößte Opernhaus des Landes und auch die Heimat des Berliner Staatsballetts.

 

Die Geschichte des Unternehmens geht zurück auf das Deutsche Opernhaus von der damaligen unabhängigen Stadt Charlottenburg gebaut - der "reichsten Stadt Preußens"- nach Plänen von Heinrich Seeling von 1911 konzipiert. Es wurde am 7. November 1912 mit der Aufführung von Beethovens Fidelio, von Ignatz Waghalter eröffnet. Nach der Eingliederung von Charlottenburg nach dem Groß-Berlin Vertrag aus 1920 wurde der Name des Wohngebäudes in die Städtische Oper im Jahr 1925 geändert. 

 

Deutsches Opernhaus 1912
Mit der Nazi-Machtergreifung im Jahre 1933, war die Oper unter der Kontrolle des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Minister Joseph Goebbels hatte den Namen zurück zu Deutsches Opernhaus geändert,  im Wettbewerb mit der Berliner Staatsoper in Mitte von seinem Rivalen, dem preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring kontrolliert. Im Jahr 1935 wurde das Gebäude von Paul Baumgarten umgebaut, nämlich die Sitzplätze wurden von 2300 auf 2098 reduziert. Carl Ebert, der Geschäftsführer vor dem Zweiten Weltkrieg entschied sich, aus Deutschland auszuwandern. Lieber als die Ansicht der Nazis über die Musik zu unterstützen, und ging auf die Zusammenarbeit mit Glyndebourne Opera Festival in England. Er wurde von Max von Schillings ersetzt, der beipflichtete, die Werke von "un-deutschen Charakter“ zu spielen. Mehrere Künstler, wie der Dirigent Fritz Stiedry oder dem Sänger Alexander Kipnis folgten Ebert in die Emigration. Das Opernhaus wurde von einem RAF-Luftangriff am 23. November 1943 zerstört. Die Aufführungen wurden dann weiter im Admiralspalast bis 1945 fortgesetzt. Ebert kehrte nach dem Krieg wieder als General Manager  zurück.

Nach dem Krieg, das Unternehmen, was jetzt zum West-Berlin gehörte,  benutzte das nahe gelegene Gebäude des Theater des Westens, bis das Opernhaus wieder aufgebaut wurde. Das nüchterne Design von Fritz Bornemann wurde am 24. September 1961 fertig gestellt. Die Eröffnungsproduktion war Mozarts Don Giovanni. Das neue Gebäude eröffnete mit dem aktuellen Namen.

 

Anfahrt / Parken

  Öffentliche Verkehrsmittel

  Am bequemsten erreichen Sie die Deutsche Oper Berlin mit der U-Bahnlinie U2, die Sie aus Richtung Ruhleben oder Pankow   direkt bis zur Station „Deutsche Oper“ bringt. Ebenfalls in nächster Nähe befindet sich die Station „Bismarckstraße“ der Linie   U7 (an dieser Station gibt es Fahrstühle zur Straßenebene) sowie die Haltestellen der Buslinien 101 und 109.

 

Parkhaus

Wenn Sie die Anfahrt im privaten Wagen bevorzugen, steht Ihnen das Parkhaus Deutsche Oper ab zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn bis 2 Uhr zum Operntarif von € 3,– zur Verfügung. Die Einfahrt befindet sich in der Zillestraße 51. Auf einem überdachten Weg gelangen Sie entlang des Restaurants Deutsche Oper direkt zum Haupteingang. Für Abonnenten gelten Sonderkonditionen: Sie erhalten bei Vorlage Ihres Parktickets an der ersten Garderobe rechts gegen Zahlung von nur € 2,50 ein Auslassticket. Eine Stellplatz-Garantie können wir nicht gewährleisten.

Häufig sind die 270 zur Verfügung stehenden Stellplätze schon eine Stunde vor Vorstellungsbeginn belegt. Insofern empfehlen wir frühzeitige Anreise oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
 

 

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