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Hoffmanns Erzählungen

VenueStaatsoper Unter den Linden
CalendarMi. 03 März 2027 - So. 14 März 2027
Inhalt / Details

 

Les Contes d’Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen)

Phantastische Oper in fünf Akten (1881)

Musik von Jacques Offenbach
Text von Jules Barbier nach dem Drame fantastique von Jules Barbier und Michel Carré

 

Dauer: ca. 3:30 h inklusive zweier Pausen

Sprache: In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

 

Mehr als 100 Bühnenwerke hat Jacques Offenbach komponiert, die weitaus meisten von besonderem Witz und satirischer Schärfe, originell und geistreich dazu. Am Ende seiner glänzenden Pariser Karriere, die knapp fünf Jahrzehnte umfasst, widmete er sich seinem wohl ambitioniertesten Stück Musiktheater, der „Opéra fantastique“ Les Contes d‘Hoffmann, basierend auf einem Schauspiel, das 1881 auf die Bühne gekommen war.

Das Publikum taucht ein in eine Welt voller merkwürdiger Gestalten und Situationen, von phantastischer Art und mit so manchen dämonischen Momenten und facettenreicher, vitaler Musik. Der Titelheld, dem vielschichtigen romantischen Dichter E.T.A. Hoffmann nachgebildet und sich inmitten seiner Erzählungen wiederfindend, ist von der Kunst wie von der Liebe gleichermaßen fasziniert, fühlt sich von Frauengestalten angezogen und von Gegenspielern hintergangen. Regisseurin Lydia Steier wird gemeinsam mit ihrem Team und dem Dirigenten Bertrand de Billy opulente szenische und musikalische Bilder kreieren.

 

 

Handlung

 

Erster Akt (Prolog)

Der große Poet Hoffmann ist am Ende. Wo einst ein vielbeachteter Künstler war, ist nun ein gebrochener Mann – ein Wrack, das seinen einzigen Halt im Alkohol und in seinem Wunschtraum Stella findet, der fixen Idee einer überirdischen Frau. Obwohl ihn die Welt längst abgeschrieben hat, ringen noch zwei Figuren um seine Seele: die engelsgleiche Muse und der Teufel, Hoffmanns ewiger Widersacher. Sie will ihn retten, läutern, zum Guten führen. Er will ihn endgültig in jene Abgründe stoßen, die Hoffmann selbst heraufbeschworen hat.

Hoffmanns Seelenschau beginnt in Luthers Keller, einer von Rauch und Wein geschwängerten Spelunke, wo Künstler ihre Träume und Niederlagen ertränken. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich die Ewigkeit schön zu trinken. Wo ist er in seinem Leben falsch abgebogen? Wem ist er gut und wem schlecht begegnet? Wen hat er gut und wen schlecht geliebt? Um Antworten zu finden, kehrt Hoffmann zurück zu seinen einschneidensten Liebenserfahrungen: Olympia, Antonia und Giulietta.

 

Zweiter Akt

Mit Spannung erwartet man die Präsentation der neuesten Erfindung des Physikers Spalanzani: die Puppe Olympia. Noch bevor sie dem neugierigen Publikum vorgestellt wird, gelingt es Hoffmann, einen Blick auf sie zu werfen – und er ist sofort hingerissen. Als ihm Coppélius, der sich als Freund Spalanzanis ausgibt und mit optischen Geräten handelt, eine Wunderbrille verkauft, ist Hoffmanns Schicksal besiegelt: Er verliebt sich in Olympia und glaubt in jedem ihrer mechanischen Worte eine heiße Liebesbekundung zu hören. Beim gemeinsamen Walzer gerät die Puppe außer Kontrolle, Hoffmann verliert seine Brille – und mit ihr die Illusion. Die bittere, schamvolle Erkenntnis trifft ihn hart: Er hat sich in einen Automaten verliebt.

 

Dritter Akt

Antonia, die Tochter des Geigenbauers Crespel, singt sehnsuchtsvoll von Freiheit und Treue. Doch ihr Vater verbietet ihr das Singen, denn schon ihre Mutter – eine gefeierte Opernsängerin – starb an einer geheimnisvollen Krankheit, die vermeintlich durch den Gesang ausgelöst wurde. Um sie zu schützen, sperrt Crespel sie ein und befiehlt seinem schwerhörigen Diener Frantz, niemanden ins Haus zu lassen. Als aber Hoffmann auftaucht, begrüßt Frantz ihn freudig und lässt die Liebenden zueinander. Die Wiedersehensfreude der beiden währt jedoch nur kurz: Crespel kehrt zurück, dicht gefolgt vom unheimlichen Dr. Miracle. Aus seinem Versteck beobachtet Hoffmann, wie der Doktor Antonia untersucht. Crespel wirft Miracle hinaus, überzeugt, dieser habe bereits den Tod seiner Frau verschuldet. Hoffmann erkennt, dass Antonia dem Tod geweiht ist, wenn sie weiter singt. Er bittet sie

inständig, auf ihre geliebte Musik zu verzichten – und sie willigt widerstrebend ein. Doch kaum ist Hoffmann fort, erscheint Miracle erneut. Mit glühenden Worten malt er ihr ein Leben als bejubelte Sängerin aus. Antonia ringt mit sich, doch als das Bild ihrer verstorbenen Mutter vor ihr erscheint, kann sie nicht widerstehen. Sie beginnt zu singen – und stirbt.

 

Vierter Akt

Von Antonias Tod gezeichnet, schwört Hoffmann der romantischen Liebe ab. Nur noch dem Vergnügen will er sich hingeben – und der schönen Kurtisane Giulietta. Sie allein scheint noch an sein Herz zu rühren. Doch Giulietta steht unter dem Einfluss des zwielichtigen Dapertutto, der sie beauftragt, Hoffmann zu verführen und ihm sein Spiegelbild zu rauben. Zunächst zögert sie, doch Dapertutto versteht es, ihre Schwächen zu nutzen – sie gibt nach. Als Hoffmann erkennt, dass auch Giulietta ihn betrogen hat, packt ihn die Wut. Von Dapertutto angestachelt, tötet er sie – und begreift im letzten Moment: Der Dämon, der ihn lenkt, ist kein anderer als der Teufel selbst, der ihm sein Leben lang gefolgt ist.

 

Fünfter Akt (Epilog)

Hoffmann hat auserzählt, die Karten liegen auf dem Tisch. Unter den Augen aller Begegnungen seines Lebens fällt die Entscheidung über sein Los: Apotheose oder Höllenfahrt?

Besetzung

Die Inszenierung enthält Darstellungen von Sexualität und überzeichnete Phallusobjekte.

 

Musikalische Leitung: Keri-Lynn Wilson

Inszenierung: Lydia Steier

Bühne, Video: Momme Hinrichs

Kostüme: Ursula Kudrna

Licht: Olaf Freese

Choreographie: Tabatha McFadyen

Einstudierung Chor: Dani Juris

 

Hoffmann: Pene Pati

Olympia, Giulietta: Kathryn Lewek

Antonia: Golda Schultz

Lindorf, Coppélius, Dr. Miracle, Dapertutto: Erwin Schrott

La Muse, Nicklausse: Patricia Nolz

Cochenille, Frantz, Pitichinaccio, Andrès: Andrés Moreno García

Luther: Temur Bidzishvili

Hermann: David Oštrek

Nathanaël: Álvaro Diana

Spalanzani: Florian Hoffmann

Crespel: Friedrich Hamel

Stimme aus dem Grab: Anna Kissjudit

Schlémil: Jaka Mihelač

 

Staatsopernchor, Staatskapelle Berlin

Veranstaltungsort
Staatsoper Unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden ist eines der angesehensten Opernhäuser Berlins mit einer reichen Geschichte und bedeutendem kulturellen Einfluss.

 

Geschichte:
Die Staatsoper Unter den Linden wurde ursprünglich zwischen 1741 und 1743 unter der Leitung des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaut. Sie wurde von Friedrich II. von Preußen in Auftrag gegeben und hieß zunächst Königliche Oper. Das Opernhaus hat mehrere Renovierungen und Neubauten erfahren, insbesondere nach den Schäden im Zweiten Weltkrieg. Es wurde 1984 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet.

 

Bau:
Das ursprüngliche Design zeichnete sich durch seinen barocken Stil aus, mit einer eleganten Fassade und einem prächtigen Eingang. Das Gebäude wurde in den 1950er und 1980er Jahren rekonsturiert und bewahrte dabei seine klassische Außenansicht, während das Innere modernisiert wurde. Die Fassade verfügt über ein klassisches Portikus mit sechs korinthischen Säulen und ein markantes zentrales Giebel.

 

Innenraum:
Das Innere ist bekannt für seine opulente und klassische Gestaltung. Das Auditorium ist berühmt für seine Akustik und Pracht, mit luxuriösen Samtsitzen und aufwendigen Dekorationen. Die Bühne und die Sitzbereiche wurden aktualisiert, um modernen Aufführungsstandards zu entsprechen, während die historischen Ästhetik erhalten blieb.

 

Konzerte und Aufführungen:
Die Staatsoper Unter den Linden bietet eine Vielzahl von Aufführungen, darunter Opern, Orchestermusik und Ballett. Sie ist die Heimat der Staatskapelle Berlin, eines der führenden Orchester Deutschlands. Das Opernhaus ist bekannt für seine hochwertigen Produktionen und seine Rolle in Berlins lebendiger Kulturszene.

 

JOURNEY
Die Staatsoper Unter den Linden ist aufgrund ihrer hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr vollständig barrierefrei erreichbar.

ADRESSE: Unter den Linden 7; 10117 Berlin

S-BAHN
S+U Friedrichstraße (S1, S2, S5, S7, S25, S75)

 

U-BAHN
Hausvogteiplatz (U2)
Museumsinsel (U5)
Stadtmitte (U2, U6)
Unter den Linden (U5, U6)

 

BUS
Staatsoper (100, 245, 300)
Unter den Linden/Friedrichstraße (100, 147, 245, 300, N6)

 

PARKEN
Q-PARK Parkhaus Unter den Linden/Staatsoper
Bebelplatz, 10117 Berlin
Im Parkhaus stehen fünf Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das unterirdische Parkhaus am Bebelplatz bietet Behindertenparkplätze und direkten Zugang zum Opernhaus. Bei der Einfahrt in das Parkhaus zwischen 17:30 Uhr und 23:30 Uhr beträgt die maximale Parkgebühr 7 €. Um diesen Tarif zu nutzen, geben Sie Ihr Parkticket an einem der Kassenautomaten ein und die Nachricht „Theatertarif“ wird auf dem Display angezeigt. Bitte beachten Sie, dass der Tarif nicht verfügbar ist, wenn Sie das Parkhaus vor 17:30 Uhr betreten, und daher nicht auf dem Display angezeigt wird. TIPP: Wenn Sie den Theatertarif vor der Veranstaltung am Automaten bezahlen, können Sie unnötiges Warten nach der Vorstellung vermeiden.

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