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Der Liebhaber

VenueStaatsoper Unter den Linden
CalendarSa. 05 Juni 2027 - Fr. 02 Juli 2027
Inhalt / Details

Marco Goeckes Der Liebhaber basiert auf dem Roman L’Amant von Marguerite Duras aus dem Jahr 1984. In teilweise autobiografischen Fragmenten erzählt die Autorin von der Begegnung einer fünfzehnjährigen Französin mit einem deutlich älteren chinesischen Liebhaber im damaligen Kolonial-Indochina (heutiges Vietnam).

Während der Roman bei seinem Erscheinen Diskussionen über Sexualität, Abhängigkeit und koloniale Verhältnisse auslöste, richtet Goeckes Choreographie den Fokus bewusst auf die zwischenmenschlichen Dimensionen der Geschichte. Duras’ elliptische, fragmentarische Erzählweise, durchzogen von Erinnerungsschichten, stillen Beobachtungen und Zwischentönen, übersetzt Goecke in eine choreographische Sprache, die nicht die lineare Handlung nachzeichnet, sondern Gefühle und innere Konflikte in präzise gesetzten Bewegungsimpulsen austrägt: Sehnsucht, Schuld, Macht, Liebe und Verlangen werden in Bewegungen verdichtet, die den Körper als Medium der Erinnerung, der Begierde und der sozialen Zwänge sichtbar machen.

 

Musikalisch verschmelzen Kompositionen von Claude Debussy, Maurice Ravel, Frédéric Chopin, Unsuk Chin und Gabriel Fauré zu einer Klanglandschaft, die ebenso stark von Erinnerung und Imagination geprägt ist wie die literarische Vorlage.

Goecke, einer der einflussreichsten Choreographen der Gegenwart, hat mit über sechzig Stücken weltweit seine unverwechselbare Handschrift etabliert. In Der Liebhaber zeigt sich diese durch flirrende Bewegungen, impulsive Körperreaktionen und eine expressive Radikalität, die jedes Detail zur Aussage macht. Seine Inszenierung ist keine romantische Geschichte, sondern eine radikale, poetische Meditation über Sehnsucht nach Liebe, Abhängigkeiten und das Ringen um Selbstbestimmung.

 

Empfohlen ab 12 Jahren

Besetzung

Choreographie: Marco Goecke

Bühnenbild: Michaela Springer

Kostüme: Marvin Ott

Licht: Udo Haberland

Dramaturgie: Esther Dreesen-Schaback

Musikalische Leitung: Victorien Vanoosten

Klavier: Elias Corrinth

Staatskapelle Berlin

Veranstaltungsort
Staatsoper Unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden ist eines der angesehensten Opernhäuser Berlins mit einer reichen Geschichte und bedeutendem kulturellen Einfluss.

 

Geschichte:
Die Staatsoper Unter den Linden wurde ursprünglich zwischen 1741 und 1743 unter der Leitung des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaut. Sie wurde von Friedrich II. von Preußen in Auftrag gegeben und hieß zunächst Königliche Oper. Das Opernhaus hat mehrere Renovierungen und Neubauten erfahren, insbesondere nach den Schäden im Zweiten Weltkrieg. Es wurde 1984 nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet.

 

Bau:
Das ursprüngliche Design zeichnete sich durch seinen barocken Stil aus, mit einer eleganten Fassade und einem prächtigen Eingang. Das Gebäude wurde in den 1950er und 1980er Jahren rekonsturiert und bewahrte dabei seine klassische Außenansicht, während das Innere modernisiert wurde. Die Fassade verfügt über ein klassisches Portikus mit sechs korinthischen Säulen und ein markantes zentrales Giebel.

 

Innenraum:
Das Innere ist bekannt für seine opulente und klassische Gestaltung. Das Auditorium ist berühmt für seine Akustik und Pracht, mit luxuriösen Samtsitzen und aufwendigen Dekorationen. Die Bühne und die Sitzbereiche wurden aktualisiert, um modernen Aufführungsstandards zu entsprechen, während die historischen Ästhetik erhalten blieb.

 

Konzerte und Aufführungen:
Die Staatsoper Unter den Linden bietet eine Vielzahl von Aufführungen, darunter Opern, Orchestermusik und Ballett. Sie ist die Heimat der Staatskapelle Berlin, eines der führenden Orchester Deutschlands. Das Opernhaus ist bekannt für seine hochwertigen Produktionen und seine Rolle in Berlins lebendiger Kulturszene.

 

JOURNEY
Die Staatsoper Unter den Linden ist aufgrund ihrer hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr vollständig barrierefrei erreichbar.

ADRESSE: Unter den Linden 7; 10117 Berlin

S-BAHN
S+U Friedrichstraße (S1, S2, S5, S7, S25, S75)

 

U-BAHN
Hausvogteiplatz (U2)
Museumsinsel (U5)
Stadtmitte (U2, U6)
Unter den Linden (U5, U6)

 

BUS
Staatsoper (100, 245, 300)
Unter den Linden/Friedrichstraße (100, 147, 245, 300, N6)

 

PARKEN
Q-PARK Parkhaus Unter den Linden/Staatsoper
Bebelplatz, 10117 Berlin
Im Parkhaus stehen fünf Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das unterirdische Parkhaus am Bebelplatz bietet Behindertenparkplätze und direkten Zugang zum Opernhaus. Bei der Einfahrt in das Parkhaus zwischen 17:30 Uhr und 23:30 Uhr beträgt die maximale Parkgebühr 7 €. Um diesen Tarif zu nutzen, geben Sie Ihr Parkticket an einem der Kassenautomaten ein und die Nachricht „Theatertarif“ wird auf dem Display angezeigt. Bitte beachten Sie, dass der Tarif nicht verfügbar ist, wenn Sie das Parkhaus vor 17:30 Uhr betreten, und daher nicht auf dem Display angezeigt wird. TIPP: Wenn Sie den Theatertarif vor der Veranstaltung am Automaten bezahlen, können Sie unnötiges Warten nach der Vorstellung vermeiden.

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