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War Requiem

Venue Deutsche Oper Berlin
CalendarFr. 18 Juni 2027 - Fr. 02 Juli 2027
Inhalt / Details

 

„I am the enemy you killed, my friend“, schreibt ein englischer Leutnant im Jahr 1918 an der Front in Nordfrankreich. Am Tag des Waffenstillstands fällt Wilfred Owen im Alter von 25 Jahren. Totenglocke und Friedensgeläut überlagern sich, ihr Echo klingt in Benjamin Brittens War Requiem nach: ein antimilitaristisches, antinationalistisches Denkmal der Erinnerung, der kollektiven Trauer und des persönlichen Verlusts. Geprägt von der Gewalt zweier Weltkriege, wurde das Werk 1962 zur Einweihung der wiederaufgebauten Coventry Cathedral uraufgeführt.

So wie dort die Ruinen in die neue Architektur integriert sind, durchbrechen auch Owens Gedichte die Struktur der lateinischen Requiem-Messe. Brittens Vertonung greift die emotionale Kraft der Requiem-Tradition auf und verbindet sie mit jener Einsicht in die menschliche Natur, die ihn als Opernkomponisten auszeichnet. War Requiem steht für Pazifismus als künstlerische Haltung und ist leider in unserer politischen Gegenwart nicht weniger aktuell.

Die international gefeierte Produktion aus London, mit der 2018 das Ende des Ersten Weltkriegs erinnert wurde, setzt ebenfalls ein Zeichen für den Frieden. Sie wird nun vom künstlerischen Team um Regisseur Daniel Kramer und Fotograf Wolfgang Tillmans auf Einladung der Deutschen Oper Berlin neu erarbeitet. In dieser Produktion verbindet sich Kramers poetisch kraftvolle Körperarbeit mit der unkonventionellen, weltgewandten Perspektive des Starfotografen Tillmans, der hier sein Operndebüt in Berlin gibt. Gemeinsam schaffen sie zeitlose Situationen, in denen Trauma und Trost, Schwere und Intimität nebeneinander bestehen. Fotografische Momentaufnahmen krönen den Raum, scheinen sich selbst zu beobachten und verdichten sich zu stillen Landschaften.

Im Geist des künstlerischen Austauschs sollten die Solopartien bei der Premiere von einer russischen Sopranistin, einem britischen Tenor und einem deutschen Bariton gesungen werden. In letzter Minute verhinderte die sowjetische Regierung die Teilnahme ihrer Star-Sopranistin. Nun soll diese symbolische Besetzung unter der musikalischen Leitung des Britten-Experten Sir Donald Runnicles mit Elena Tsallagova, Nicky Spence und Björn Bürger realisiert werden.

Einführung: 45 Minuten vor der Aufführung im rechten Rangfoyer

Sprache: In Latein und Englisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 90 Minuten / keine Pause

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Koproduktion: Diese Produktion wurde ursprünglich von der English National Opera und dem National Performing Arts Center (Taiwan) geschaffen. Mit großzügiger Unterstützung von: International Music and Art Foundation, Dr. Manfred Semmer und Dr. Karlheinz Knauthe, Arend und Brigitte Oetker, Stiftung für die Deutsche Oper Berlin

Besetzung

War Requiem, Op. 66
Text nach der Missa de profunctis und Gedichten von Wilfred Owen
Uraufführung am 30. Mai 1962 in der Kathedrale von Coventry
Premiere an der English National Opera am 16. November 2018
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 18. Juni 2027

 

Team

Dirigent: Sir Donald Runnicles

Regie: Daniel Kramer

Bühnenbild: Wolfgang Tillmans

Kostümbild: Nasir Mashar

Lichtdesign: Charles Balfour

Assistenz der Regie: Elaine Tyler-Hall

Choreografie: Ann Lee

Choreografie der militärischen Szenen: Nicky Moffat

Chorleitung: Marco Medved

Leitung des Kinderchors: Christian Lindhorst

Dramaturgie: Johanna Danhauser; Luc Joosten

 

Besetzung

Sopran: Elena Tsallagova

Tenor: Nicky Spence

Bariton: Björn Bürger

Chor: Kinderchor der Deutschen Oper Berlin; Chor der Deutschen Oper Berlin

Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin

Veranstaltungsort
Deutsche Oper Berlin

Die Deutsche Oper Berlin ist ein Opernhaus im Berliner Bezirk Charlottenburg, Deutschland. Das Gebäude ist das zweitgrößte Opernhaus des Landes und auch die Heimat des Berliner Staatsballetts.

 

Die Geschichte des Unternehmens geht zurück auf das Deutsche Opernhaus von der damaligen unabhängigen Stadt Charlottenburg gebaut - der "reichsten Stadt Preußens"- nach Plänen von Heinrich Seeling von 1911 konzipiert. Es wurde am 7. November 1912 mit der Aufführung von Beethovens Fidelio, von Ignatz Waghalter eröffnet. Nach der Eingliederung von Charlottenburg nach dem Groß-Berlin Vertrag aus 1920 wurde der Name des Wohngebäudes in die Städtische Oper im Jahr 1925 geändert. 

 

Deutsches Opernhaus 1912
Mit der Nazi-Machtergreifung im Jahre 1933, war die Oper unter der Kontrolle des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Minister Joseph Goebbels hatte den Namen zurück zu Deutsches Opernhaus geändert,  im Wettbewerb mit der Berliner Staatsoper in Mitte von seinem Rivalen, dem preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring kontrolliert. Im Jahr 1935 wurde das Gebäude von Paul Baumgarten umgebaut, nämlich die Sitzplätze wurden von 2300 auf 2098 reduziert. Carl Ebert, der Geschäftsführer vor dem Zweiten Weltkrieg entschied sich, aus Deutschland auszuwandern. Lieber als die Ansicht der Nazis über die Musik zu unterstützen, und ging auf die Zusammenarbeit mit Glyndebourne Opera Festival in England. Er wurde von Max von Schillings ersetzt, der beipflichtete, die Werke von "un-deutschen Charakter“ zu spielen. Mehrere Künstler, wie der Dirigent Fritz Stiedry oder dem Sänger Alexander Kipnis folgten Ebert in die Emigration. Das Opernhaus wurde von einem RAF-Luftangriff am 23. November 1943 zerstört. Die Aufführungen wurden dann weiter im Admiralspalast bis 1945 fortgesetzt. Ebert kehrte nach dem Krieg wieder als General Manager  zurück.

Nach dem Krieg, das Unternehmen, was jetzt zum West-Berlin gehörte,  benutzte das nahe gelegene Gebäude des Theater des Westens, bis das Opernhaus wieder aufgebaut wurde. Das nüchterne Design von Fritz Bornemann wurde am 24. September 1961 fertig gestellt. Die Eröffnungsproduktion war Mozarts Don Giovanni. Das neue Gebäude eröffnete mit dem aktuellen Namen.

 

Anfahrt / Parken

  Öffentliche Verkehrsmittel

  Am bequemsten erreichen Sie die Deutsche Oper Berlin mit der U-Bahnlinie U2, die Sie aus Richtung Ruhleben oder Pankow   direkt bis zur Station „Deutsche Oper“ bringt. Ebenfalls in nächster Nähe befindet sich die Station „Bismarckstraße“ der Linie   U7 (an dieser Station gibt es Fahrstühle zur Straßenebene) sowie die Haltestellen der Buslinien 101 und 109.

 

Parkhaus

Wenn Sie die Anfahrt im privaten Wagen bevorzugen, steht Ihnen das Parkhaus Deutsche Oper ab zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn bis 2 Uhr zum Operntarif von € 3,– zur Verfügung. Die Einfahrt befindet sich in der Zillestraße 51. Auf einem überdachten Weg gelangen Sie entlang des Restaurants Deutsche Oper direkt zum Haupteingang. Für Abonnenten gelten Sonderkonditionen: Sie erhalten bei Vorlage Ihres Parktickets an der ersten Garderobe rechts gegen Zahlung von nur € 2,50 ein Auslassticket. Eine Stellplatz-Garantie können wir nicht gewährleisten.

Häufig sind die 270 zur Verfügung stehenden Stellplätze schon eine Stunde vor Vorstellungsbeginn belegt. Insofern empfehlen wir frühzeitige Anreise oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
 

 

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